سی
کاور آهنگ سی از سید

سی

۱۴۰۴۴:۰۳

متن موزیک

Schritte im Flur, dann öffnet sich die Tür ein'n Spalt breit

Sie zieht die Decke höher, denn sie spürt, es kommt kalt rein

Und sie weiß, wer es ist, doch sie erkennt ihn nicht

Er hat kein Gesicht, sie sieht nicht, ob er menschlich ist

Ihr Herz rast, sie steht kurz vor 'ner Panikattacke

Kommt er näher, da fühlt sie seinen Atem im Nacken

Und sie schreckt hoch, schreit auf, doch niemand im Zimmer

Und sie braucht 'nen Moment, bis sie sich wieder erinnert

An den Traum und das Trauma ihrer Kindheit vor langer Zeit

Für immer gefang'n im Labyrinth der Vergangenheit

Bilder spiel'n sich in ihr'm Kopf ab wie 'ne Videokassette

Sie sucht im Nachttisch nach der letzten Ibu-Tablette

Und versucht, wieder zu schlafen, aber keine Chance

Checkt nochmal die Tür, obwohl sie seit Jahren schon alleine wohnt

Morgen muss sie raus zur Frühschicht, aber das ist ihr egal

Sie liegt wach wie jede Nacht seit damals, als sie vierzehn war

Ich erzähl' dir 'ne Geschichte, sie ist wirklich wahr

Über sie, ein Mädchen, das nie glücklich war

Sie hatte kein'n Ausweg mehr geseh'n

Sie wollte immer irgendwem vertrau'n, aber wem?

Sie konnte nicht einmal sich selbst vertrau'n

Sie war am Ende und verlor ihr ganzes Selbstvertrau'n

Und obwohl doch alles immer so normal schien

Ist alles im Arsch, sie, sie hieß—[Part 2]

Sie fühlt die Leere im Herzen, sie ist so allein

Doch sie muss kämpfen, aus der Ferne für ihr'n Sohn da sein, yeah

Und manchma', wie's der Zufall schafft

Sieht sie ihn auf ihrem Heimweg auf dem Fußballplatz

Dann stellt sie sich weit weg von den anderen Eltern

Denn sie fühlt sich hier mit Anfang zwanzig so seltsam

An den Zaun, nur um ihn paar Augenblicke anzulächeln

Traut sich nicht, ihn anzusprechen, traut sich nicht, den Mann zu brechen

Aus Angst, dass er sie eines Tages nach der Wahrheit fragt

Wie könnte sie ihm sagen, wer sein Vater war?

Und so macht sie sich auf den Rückweg, wieder ganz alleine

Steht sie abends in der Küche, die Gedanken kreisen

Einst hatte sie Partys, ständig neue Liebhaber

Doch sie trinkt nicht mehr, sie will nicht enden wie ihr—

Und sie spürt, wie sich ihr Griff um das Stahlmesser zuzieht

Und sie weiß, sie kann erst wieder ruhig schlafen, wenn Blut fließt

Ich erzähl' dir 'ne Geschichte, sie ist wirklich wahr

Über sie, ein Mädchen, das nie glücklich war

Sie hatte kein'n Ausweg mehr geseh'n

Sie wollte immer irgendwem vertrau'n, aber wem?

Sie konnte nicht einmal sich selbst vertrau'n

Sie war am Ende und verlor ihr ganzes Selbstvertrau'n

Und obwohl doch alles immer so normal schien

Ist alles im Arsch, sie, sie hieß—[Part 3]

Der Plattenbau wirft sie zurück in eine bittere Zeit

Wie viele Mädchen haben hier wohl schon ihr Schicksal geteilt?

Aufgestauter Hass über zehn Jahre erweckt

Als sie auf einem Klingelschild diesen Namen entdeckt

Und dann öffnet er die Tür, dieses Mistschwein von Kerl

Er sieht abgehalftert aus, beinah bemitleidenswert

Kurz noch zögert sie, doch weiß genau, er hat den Tod verdient

Als sie für 'nen Moment in ihm die Augen ihres Sohnes sieht

Sie ringt um Worte, ihr Blick unter Trän'n verschwommen

„Du hast mich damals nicht getötet, doch mein Leben genomm'n“

Er erkennt sie nicht, doch sie frischt die Erinnerung'n auf

Drückt ihm die Klinge an den Hals, „Komm, du willst es doch auch“

Und sie sticht zu, ignoriert sein Flehen um Gnade

Und nochmal und nochmal, bis er regungslos daliegt

Dann legt sie das Messer weg, setzt sich schweigend vors Gebäude

Während in der Ferne Polizeisirenen heulen

Ich erzähl' dir 'ne Geschichte, sie ist wirklich wahr

Über sie, ein Mädchen, das nie glücklich war

Sie hatte kein'n Ausweg mehr geseh'n

Sie wollte immer irgendwem vertrau'n, aber wem?

Sie konnte nicht einmal sich selbst vertrau'n

Sie war am Ende und verlor ihr ganzes Selbstvertrau'n

Und obwohl doch alles immer so normal schien

Ist alles im Arsch, sie, sie hieß—[Bridge]

Es war so, sie kämpfte bis zum Schluss

Doch sie wusste, dass sie all dem jetzt ein Ende setzen muss

Und sie erinnert sich zurück an ihr Kind

Sie weiß nicht weiter, stellt sich einfach auf die Brücke und—

Ich erzähl' dir 'ne Geschichte, sie ist wirklich wahr

Über sie, ein Mädchen, das nie glücklich war

Sie hatte kein'n Ausweg mehr geseh'n

Sie wollte immer irgendwem vertrau'n, aber wem?

Sie konnte nicht einmal sich selbst vertrau'n

Sie war am Ende und verlor ihr ganzes Selbstvertrau'n

Und obwohl doch alles immer so normal schien

Ist alles im Arsch, sie, sie hieß—